Wer mich kennt oder schon länger mitliest weiß wahrscheinlich, dass neben etlichen anderen Tieren hier auch einige Wellensittiche wohnen.
Laut meines Sohnes die höchste Form des Barfens (Kleintiere zur Futterversorgung der Hunde werden selbst gezüchtet ;O).
Keine Angst die Wellis werden nie verfüttert und normalerweise auch nicht vermehrt.
Normalerweise!
Im letzten Jahr bat mich die Tochter einer verstorbenen Klientin, doch den hinterbliebenen Wellensittichhahn aufzunehmen.
Mecki war schon 10+ und hatte bis auf wenige Wochen immer allein in seinem Käfig gesessen.
Keiner wollte ihn so recht haben und jetzt sollte er bei uns seinen Altersruhesitz bekommen.
Die Vergesellschaftung verlief auch problemlos, dass heißt erst einmal sagte Mecki nichts.
Nach 14 Tagen fiel im dann auf, dass es mehr als eine Sorte Wellis gibt und damit meine ich nicht Grüne, Gelbe, Blaue usw.
Er balzte alles an, was nicht sofort wegflog. Ruhe kam erst in die Voliere, als er sich mit Berta festverbandelte.
So weit so gut!
In diesem Sommer bemerkte ich dann immer wieder Eier auf dem Volierenboden.
Um niemanden in Versuchung zu führen hängen in der Voliere keine Nistkästen.
Nach einiger Zeit fand sich dann die fleißige Henne -Berta-, sie zernagte ein großes Stück Korkrinde in ihrem Nestbautrieb und legte ein Ei nach dem anderen.
Ich entfernte die Eier aber sie setzte sich schließlich mit einem Ei mitten auf dem Boden in die Futterschüssel und Mecki saß brav neben ihr auf dem Rand.
Da wollte ich den Beiden eine Chance geben, zumal die Psittacoseverordnung aufgehoben wurde und die Wellis nicht mehr beringt werden müssen.
Nistkasten besorgt und aufgehängt, Ei umquartiert. Das war keine gute Idee, das warf sie raus und startete von neuem.
Während der Brutzeit, sie hatte noch einmal fünf Eier gelegt, fiel unser Mecki dann plötzlich von der Stange. Alle anderen Wellis waren und sind putzmunter.
Die Weibchen werden von ihren fürsorglichen Herren normalerweise am Nistkasten gefüttert,
das war natürlich nicht mehr möglich.
Nach 2 Tagen hat Berta dann das Nest verlassen und die Eier rausgeworfen.
Aus welchem Grund auch immer zog sie dann in das zweite Nest, das ich aufgehängt hatte und legte
weiter noch einmal fünf Eier.
Wieder erwarten war eins der Eier noch befruchtet und der/die kleine PEPPI schlüpfte.
Ich stand dann schon mit Einmalspritze usw. parat aber sie hat ihren Sprößling ganz allein gefüttert. Zwischendurch habe ich kontrolliert aber der Kropf war immer gut gefüllt und das bereitgestellte Weichfutter hat sie voller Eifer angenommen.
mit 3,5 Wochen
Das Ei liegt nur zum Größenvergleich daneben.
In den nächsten Tagen wird er aber wahrscheinlich sie den Nistkasten verlassen.
Eine schöne Restwoche
Andrea








