Seifeln, Spinnen, Färben, Stricken, Fotographieren, Kochen.....der Tag hat leider nur 24 Stunden

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Sonntag, 26. Februar 2012

Heute lachte die Frühlingssonne

und ich konnte endlich meine Seife bei besserem Licht fotographieren.
Für mich, Mutter, Schwiegermutter, Gartenfreundinnen und für alle die Rosenseife lieben gab es ein Röschen.

Ein 25er Rezept mit Pfirsichkernöl als Überfettung (7%) , gefärbt mit Darkpink und Brilliantrosa.
Beduftet mit Baby rose  und English Rain.


Ein Vorgeschmack auf das kommende Frühjahr.



Andrea






Montag, 20. Februar 2012

Im Strickrausch

Ich komme so selten zum Posten, dass das hier wieder eine Zusammenfassung vieler Schnipsel wird.
Zur Zeit bin ich im Sockenwahn, ich brauche aber auch dringend neue Socken. Ich hatte es jetzt endlich mal geschafft mich bei ravelry anzumelden und bin gleich dem 12-Sockenprojekt beigetreten. Das heißt dieses Jahr darf/muss/sollte ich 12 Paar Socken stricken, wunderbar dann wird der Wollberg endlich etwas abgetragen. Oder auch nicht!? Ich bekam dann doch etwas Angst, ein Notstand könnte ausbrechen und ich sitze ohne ausreichend Wolle da. Dann stöberte ich auf Andreas wunderschönem Blog "von der wunderbaren Welt der Seifenkunst" und ich war gerettet.

leider werden meine Fotokünste ihrer Wolle gar nicht gerecht, schaut lieber auf ihrem Blog 
Jetzt habe ich diese schöne, kuschelige, frühlingsfrische Sockenwolle und muss nur noch entscheiden welchen Strang ich zuerst verstricke. Mein armer Göga musste gestern schon mit ausgestreckten Armen fernsehen, damit ich schon mal wickeln konnte. Aber er macht das, wenn vielleicht auch nicht sooo gern aber er trägt mit Vorliebe selbstgestrickte Stümpfe, allerdings lieber in etwas gedeckteren Farben. In unserer Familie werden die selbstgestrickten Socken übrigens von allen getragen und liebevoll "Vollkornsocken" genannt. Der Name stammt noch aus der Schulzeit meiner Kinder, als ich sie auf Kindergeburtstagen furchtbar geoutet habe. Es gab nämlich (Ausspruch einer anderen Mutter) schmutzige Nudeln!

Meine Januarsocken möchte ich euch auch noch zeigen, sie ist aus Dornröschenwolle und wärmt gerade meine Füße.
Wein & Rot mit Fantasiemuster

Im Seifenforum gibt es einen Thread "Woran merkt man, dass man Seifensieder ist?", da kann man herrlich über sich und seine Macken lachen. ich gebe euch mal ein Beispiel.
Wir waren auf einem Geburtstag und es gab super leckere, vegane Muffins. Alle Mitglieder meiner Familie sagten einstimmig. "Oh, was für tolle Seife!" und lachten sich kringelig.

Schaut selber!

und beim nächsten Post gibt es wieder Seife



Andrea








Freitag, 3. Februar 2012

Waldschrat.....oder endlich wieder Seife

Erst einmal möchte ich mich bei euch für die vielen, lieben Kommentare zum Verlust unseres Bosse bedanken. Nicht jeder versteht den Schmerz, den man auch beim Verlust eines Tieres empfindet und umso tröstender ist der Zuspruch von Menschen die mitfühlen können.

Jetzt zum Waldschrat, was ist ein Waldschrat? Wer einen zuhause hat, weiß es; anderen kann man es nicht vermitteln. Also wenn ihr das Wort nicht kennt lest einfach weiter, dann bekommt ihr vielleicht eine zarte Ahnung davon, leider gibt es ja kein Duftinternet.
Vor einigen Wochen bekam ich von REA zwei Birkenteerhexen geschenkt, zwei wunderbare Haarseifen mit lieblichem Birkenteeröl. Herr Seifenpfote war hellauf begeistert und konnte es gar nicht abwarten sie zu testen. Ich musste ihm auch gleich versprechen, auch so eine wunderbar duftende Seife zum Duschen zu sieden. Als brave Ehefrau ist sein Wunsch mir natürlich Befehl und ich habe nicht lange gezögert. Meine Idee war dann den "zarten" Birkenteerduft mit weiteren ÄÖ's zu unterstützen. Im Glas klappte es auch recht gut , in der Seife bin ich mir nicht so ganz sicher.

Das ist er nun ein "Waldschrat" für den Waldschrat:


Reiskeim-, Raps-, Kokosöl, Rindertalg,
Sonnenblumen- und Rizinusöl
mit etwas Pelose Heilschlamm und
ÄÖ's Bergamotte, Birkenteer,Sandelholz,
Lavandin und Canangaholz
Die Überfettung läßt sich nicht mehr ermitteln, da ich einen Kurzbesuch von Klaus Kobold in der Seifenküche hatte, sicher weit oberhalb von 7%. Das wird die Waldschrathaut dann sehr schön pflegen.

Es sind richtig dicke Klötze geworden, für große Männer(Waldschrat)hände
Ihr müsst jetzt aber kein Mitleid mit mir haben, einWaldschrat im Haus hat nicht nur Nachteile. Er verbringt zwar viele Stunden im Wald, belegt die Gefriertruhe mit speerigen Fleischstücken, lagert ein Equipment im Haus das jede paramilitärische Truppe gut gebrauchen könnte und fährt so viel Mais im Kofferraum spazieren, dass ganze Heerscharen von Mäusen davon leben könnten, aber verhungern müssen wir nicht (für Vegetarier nur bedingt gültig, allerdings sammelt mein persönlicher Schrat auch sehr gern Pilze).
Was bei diesen Wetterverhältnissen ganz besonders positiv zu werten ist, der Waldschrat hat einen ausgeprägten Holzsammeltrieb. Das heißt ich kann aus dem Vollen schöpfen, sauber gespaltenes und gestapeltes Holz, Anmachholz in handlichen Säcken, alles liegt für mich bereit.

Übrigens was macht man bei diesem Wetter an einem freien Tag. Ganz klar man taut die Hundetruhen ab. In diesen Truhen befinden sich keine eingefrorenen Hunde, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern Futterfleisch für die Hunde, wichtige Artikel der Hundeausbildung z. B. Rinderblut, grüner Pansen in Minibelohnungsstückchen, eingefrorene Marder und andere interressante Dinge. Eine Schublade habe ich für mich reserviert und da fand sich noch ein Beutel eingefrorene Ziegenmilch. Das war ein Wink des Schicksals. Die Ziegenmilchseife steht jetzt in Einzelförmchen in einer Kiste vor der Tür und ich mache mir Hoffnung, dass sie sehr schön weiß vor lauter Frost wird.


Also macht wie ich das Beste aus dem was ihr habt und friert nicht ein oder sucht euch einen eigenen Waldschrat oder Schrätin.     





Andrea