Seifeln, Spinnen, Färben, Stricken, Fotographieren, Kochen.....der Tag hat leider nur 24 Stunden

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Donnerstag, 26. Januar 2012

Abschied

In letzter Zeit entwickelt es sich hier zu einem Hundeblog aber ich verspreche euch es kommen auch wieder andere Zeiten und neue Seifen. 
Heute möchte ich aber noch einmal von unserem Bosse schreiben, der am letzten Freitag von uns gegangen ist.
Bosse 23.06.1997 - 20.01.2012
Vierzehn Jahre, sechs Monate und achtundzwanzig Tage durfte er durch  diese Welt toben .
Er war erst ein Tag alt, als wir ihn ausgesucht haben und da er im Nachbardorf geboren wurde, konnten wir ihn von Anfang an mehrmals in der Woche besuchen.
Bosse war nicht nur Jagdhund sondern auch Zirkus- und Hausaufgabenhund für unsere Kinder.Sein Spieltrieb hat ihn auch bis zum letzten Tag nicht verlassen.
Wir wussten schon länger, dass seine Zeit bei uns sich dem Ende zuneigte, denn ein bösartiger Tumor auf seiner Hüfte wuchs immer schneller.
Solange er munter und guter Dinge war und das Fressen schmeckte blieb er bei uns, GsD hatte er  keine Schmerzen. Aber dann kam der Punkt an dem wir die Entscheidung für ihn treffen mussten, denn leiden sollte er nicht.

schon lange mit grauer Schnauze

Ich denke in den letzten Tagen oft an all die wunderbaren Hunde, die unser Leben in den letzten 30 Jahren begleitet und bereichert haben.
Angefangen hat alles mit einer alten Jagdterrierdame "Rina", die wir als Krankheitsvertretung versorgt haben und die uns auf den Geschmack gebracht hat.
Dann kam "Hanno" ein Jagdterrierrüde, der saß mit unserer ältesten Tochter im Laufstall immer nach dem Motto "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich".
Als Hanno von uns gehen musste, wollten wir erst keinen Hund mehr.
Aber nach einem Vierteljahr folgte "Nölles" ein JR-Terrier mit Zirkusqualitäten.
Dann kam "Anton", der fast 16 jahre bei uns war , ein echter Professor unter den Hunden. Ein Hund der fast Lesen und Schreiben konnte.
Anton und Bosse übernahmen elf Jahre lang gemeinsam den Wachdienst auf unserem Hof und waren immer ein wunderbares Team, Anton war der Chef und Bosse versteckte die Socken.
Dann kam mein Mops "Muck", dessen Todestag sich nächste Woche zum ersten Mal jährt und dessen Verlust immer noch schmerzt.
Jetzt tobt nur noch Luzie Seifenpfote durch Haus und Hof und bringt Leben in die Bude.

So schwer der Abschied auch jedes Mal ist, möchten wir doch keinen missen und sie werden immer einen Platz in unseren Herzen haben.




Andrea



Sonntag, 15. Januar 2012

....zwei Seelen sind in ihrer Brust....

Mein Sohn hat für ein Studienprojekt Bilder unserer Luzie Seifenpfote gemacht und ich finde da kommt ihr Charakter gut zur Geltung. Wach heißt bei ihr eben wirklich wach und selbst aus dem Schlaf ist sie in Bruchteilen von Sekunden voll da.



Sie sieht aus, als könnte sie kein Wässerchen trüben.
Als Welpe hat sie eine Spur der Verwüstung hinter sich hergezogen, langsam wird es besser.


Hier kommen ihre zwei Seiten gut raus, entweder auf Krawall gebürstet oder ein schlafender Engel.

Wenn ich aufzählen müsste, was in ihrem etwas mehr als zweijährigem Leben auf der Strecke geblieben ist, die Liste wäre lang. Mein Sohn meint, wir könnten sie ihr Futtergeld selbst verdienen lassen; sie könnte Produkttesterin beim TÜV Nord werden.

Mein Sohn kennt sich mit Produkttestung aus, er hat  vor 20 Jahren auch versucht in dieser Branche Fuß zufassen. GsD hat sich das verwachsen oder wurde durch erzieherischen Einfluß zurückgedrängt.
Ich habe also schon Erfahrungen mit der Erziehung von Krawallmonstern und das Erste das man dabei braucht ist GEDULD.




Euch allen einen schönen Sonntag, hoffentlich wieder mit Sonnenschein



Andrea


 



Dienstag, 3. Januar 2012

Kaschubisches Weihnachtslied von Werner Bergengruen

 Wärst du, Kindchen, im Kaschubenlande,
wärst du, Kindchen, doch bei uns geboren!
Sieh, du hättest nicht auf Heu gelegen,
wärst auf Daunen weich gebettet worden.

Nimmer wärst du in den Stall gekommen,
dicht am Ofen stünde warm dein Bettchen,
der Herr Pfarrer käme selbst gelaufen,
dich und deine Mutter zu verehren.

Kindchen, wie wir dich gekleidet hätten!
Müsstest eine Schaffellmütze tragen,
blauen Mantel von kaschubischem Tuche,
pelzgefüttert und mit Bänderschleifen.

Hätten dir den eig’nen Gurt gegeben,
rote Schuhchen für die kleinen Füsse,
fest und blank mit Nägelchen beschlagen!
Kindchen, wie wir dich gekleidet hätten!

Kindchen, wie wir dich gefüttert hätten,
früh am Morgen weisses Brot mit Honig,
frische Butter, wunderweiches Schmorfleisch,
mittags Gerstengrütze, gelbe Tunke,

Gänsefleisch und Kuttelfleck mit Ingver,
fette Wurst und goldnen Eierkuchen,
Krug um Krug das starke Bier aus Putzig!
Kindchen, wie wir dich gefüttert hätten!

Und wie wir das Herz dir schenken wollten!
Sieh, wir wären alle fromm geworden,
alle Knie würden sich dir beugen,
alle Füsse Himmelswege gehen.

Niemals würde eine Scheune brennen,
sonntags nie ein trunkner Schädel bluten, -
wärst du, Kindchen, im Kaschubenlande, 
wärst du, Kindchen, doch bei uns geboren!


Die Kaschuben sind ein westslawischer Volksstamm, der in Pommern im heutigen Polen ansässig ist. Auch heute noch pflegen sie ihre eigene Sprache und Tracht.
Werner Bergengruen schrieb den Text um 1937, er war gebürtiger Kaschube und sprach auch noch die kaschubische Sprache.

Das Weihnachtslied der Kaschuben hat mir schon immer gut gefallen, ich arbeite ja auch auf dem Land und viele meiner Klienten (Patienten sagt man nicht mehr) stammen aus der ländlichen Bevölkerung. Diese Lebenseinstellung  in dem Gedicht 
„ mit Fürsorge und gutem Essen, sind die meisten Probleme zu lösen „, findet man dort immer noch. Vielleicht ist diese Auffassung ja auch gar nicht so verkehrt, wer zusammen sitzt und isst, haut sich meist nicht mehr den Schädel ein.



Rezept

Wasser, Rindertalg, Kokosöl, Schweineschmalz, Raps,
NaOH, Sonnenblumenöl, Rizinus,       ÜF 7%

Ich habe ganz bewusst einem hohen Anteil  tierischer Fette  verseift, bzw. habe soweit möglich heimische Fette benutzt. Die Kaschuben waren/sind ein ländliches Volk und  haben ihre Schweine sicher nicht nur gebraten.

Blau : Ultramarinblau + PÖ Yuletide
Rot: Amaranth, fl. Rot + PÖ Mandelbisquuit
Weiß: PÖ Ingwer Souflee
Goldmica, Hafergrütze Zucker, Pigment Rot


Diese Form habe ich gewählt, weil ich das Beschützende der Kaschuben gegenüber dem Jesuskind darstellen wollte. Blau und Rot als kaschubische Hände oder Tracht und darin gehalten das unschuldige, weiße Kind.
Dann bekam die Seife den Mantel aus kaschubischem Tuch (die hatten damals auch schon Fleece), pelzgefüttert und mit Bänderschleifen.








Andrea

 

Weihnachtsliederschieber 2011

Der Weihnachtsliederschieber 2011 war besonders schön, die Seifen meiner Mitsiederinnen im wahrsten Sinne des Wortes Gedichte oder Lobeshymnen eine schöner als die andere.

alle wunderschön verpackt und gut duftend  

jede einzelne ein Schmuckstück
   Es war eine Freude sie auszupacken, die Erklärungen zu lesen und zu schnuppern.