Seifeln, Spinnen, Färben, Stricken, Fotographieren, Kochen.....der Tag hat leider nur 24 Stunden

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Dienstag, 10. März 2015

Frühlingsgefühle

Nachdem ich im letzten Post mein Herz ausgeschüttet habe, muss ich jetzt doch mal von meinen kleinen Fluchten bzw. von den Strategien zur Alltagsbewältigung berichten.
Die Sonne scheint, die Krokusse blühen, das Unkraut im Garten wächst, will sagen : der Frühling steht vor der Tür.
Meine Mutter ist nach über 5 Monaten in verschiedenen Krankenhäusern auch wieder zuhause angekommen und ich mache mir Hoffnungen, dass die Versorgung nach Anfangsholprigkeiten für alle zufriedenstellend organisiert werden kann.
Zeit freizuschaufeln war schwierig aber ich habe an die Notwendigkeit der Selbstpflege gedacht und zwischendurch immer etwas abgeknappst für mich.
Ganz ehrlich ich habe dafür den Haushalt vernachlässigt, laut meines Ehegemahls sind die einzigen, die hier nie zu kurz kommen die Hunde.

 An einem Nachmittag habe ich eine Färbeorgie veranstaltet,
bunte Füße sind also vorbereitet.

 Am Abend ein paar Reihen vor dem Schlafengehen gestrickt,
 aber bloß nichts schwieriges, sondern recht viele rechte Maschen,
ansonsten wäre zuviel ribbeln vorprogrammiert.


 Immer wieder Blumen für mich ganz allein gekauft und arrangiert.
Vielen Dank noch einmal Sanne für die tollen Gläschen.

 Seife gesiedet
aber die stelle noch einmal extra vor.


Kleine, liebe Überraschungen heben auch immer die Stimmung,
Danke Kerstin

immer wenn 10 Minuten Luft war, schell ein paar Meter gesponnen

wenn der Dienstplan es hergab mit der Familie gekocht.
Das sind Hefeklöße dazu gab es Mirabellenkompott.
Ein Genuß!
Ingrid erkennst du deine Auflaufform wieder :O)


Ich wünsche euch allen eine gesunde Restwoche


Andrea





 

Montag, 16. Februar 2015

Wir gehen mit großen Schritten auf Weihnachten zu...............

so habe ich meinen letzten Post vor Ewigkeiten betitelt und jetzt passt es schon fast wieder.
Na ja, nicht ganz aber den Valentinstag haben wir schon hinter uns gebracht,
bzw. ich habe ihn ignoriert, den brauche ich wirklich nicht.

Den Karneval auch nicht zwingend aber nun bleiben mir noch 2 Tage um zu überlegen auf welche Dinge ich in der Fastenzeit verzichten will.
Mein Sohn verzichtete jahrelang 7 Wochen auf Spinat, kein Problem wenn man den sowieso nie isst.
Also etwas mehr Entbehrung sollte schon dabei sein, ich schwanke noch zwischen Wurst und Süßigkeiten, oder besser gleich beides?
Vor zwei Jahren habe ich am Aschermittwoch aufgehört zu rauchen. Das klappte ganz gut, ich war allerdings auch kein Kettenraucher.
Meine erwachsenen Kinder waren dann so stolz auf mich (alles Nichtraucher), dass ich mich nicht getraut habe wieder anzufangen, das nennt man wohl emotionale Erpressbarkeit.
Meiner Gesundheit war und ist es aber sicher zuträglich

Seit dem Herbst jagt in der weiteren Familie ein Krankenhausaufenthalt den nächsten und es scheint kein Ende zunehmen.
Das kennen sicher die meisten 50+ Menschen, sind die Kinder auf ihrem eigenen Weg, schwächeln die eigenen Eltern. Unsere Eltern- und Schwiegereltern sind alle über 80 Jahre und brauchen Unterstützung.

Vor diesem Hintergrund und der steigenden Belastung im Beruf (zu Erinnerung: ich arbeite im Gesundheitswesen) habe ich mir einige Gedanken gemacht, was ich möchte, tun sollte oder lieber bleiben lasse.
Keine festen Vorsätze, die sich doch oft nicht durchhalten lassen, einfach Gedankenanstöße für den Alltag.

  • nicht mehr für alles verantwortlich fühlen nur weil man Kind, Mutter, Weiblich, Kollegin und, und, und .........ist
  • Bewusst Zeit zum Entspannen suchen und ohne schlechtes Gewissen nehmen
  • Die kleinen Freuden im Alltag nicht übersehen, sondern sich bewusst dran erfreuen
  • nur noch perfekt sitzende BH's kaufen und tragen (ein weites Feld, ich weiß)
  • endlich die eigenen Unterlagen in Ordnung bringen Z.B. Vollmachten. Testament usw.
  • den Kleiderschrank regelmäßig ausmisten und Einkäufe auf wirklich nötige Dinge beschränken, hier kann es natürlich Ausnahmen geben siehe kleine Freuden :O)
 
Es gibt sicher noch einiges, was man da aufzählen könnte, aber diese Punkte reichen erst einmal.
 
Und damit ihr hier nicht ganz ohne Bilder bleibt.
 
 
 mein Männe beim Entspannen und unsere Luzie beim Beobachten von Auffahrt und Grundstücksgrenze.
 
Eine ruhige und gesunde Woche für alle 
 
 
Andrea
 
 
 
  

Montag, 24. November 2014

Auch der Herbst hat noch schöne Tage,

das ist häufig mein Standardspruch für Menschen die 60, 50, 40 und manchmal auch erst 30 werden und denken "die Welt geht unter, das Leben ist vorbei" .

Meine Tochter hat mir noch einmal Beweise dafür gebracht , sie ist am Wochenende mit der Kamera durch unseren  Garten gegangen und hat die vergängliche Schönheit eingefangen.

Man muss die Schönheit nur sehen

Rosen haben auch ein Leben nach der Blüte


und da der Winter ja auf jeden Fall vor der Tür steht, gibt es für mich noch einen Halswärmer.
Genadelt nach einer Anleitung aus dem Neuen "Noro"heft mit viel Angora und Seide.




Euch allen eine ruhige Arbeitswoche.




Andrea








Samstag, 8. November 2014

Der Umgang mit Wolle kann gefährlich sein und seltsame (aber schöne ) Blüten treiben.









Schönes Wochenende!



Donnerstag, 6. November 2014

HERBSTSAMMELSURIUM

Nach langer Pause lasse ich wieder einmal etwas von mir hören.
Gleich als erstes, der kleinen Peppi ( es ist eine Henne) geht es gut und sie hat sich wunderbar in die kleine Gruppe integriert.

Was habe ich ansonsten getrieben?
Einen großen Schwur geleistet, eigentlich macht man das ja erst zu Sylvester, aber ich musste einfach die Reißleine ziehen
-ab jetzt wird gewollfastet-

Ich habe dieses Jahr schon sehr viel gestrickt aber trotzdem hat sich mein Woll- und Faservorrat um über 6 (in Worten SECHS) Kilo vermehrt.
Erschreckend , oder ?
Sollte eine Notzeit vor der Tür stehen, wir hätten Wolle und Seife genug im Haus.
Wahrscheinlicher ist aber wohl, dass wir vorher anbauen müssten; mein Männe möchte auch einmal eine kleine Wand ohne Regale und nur für seine Jagdtrophäen.
Ich finde, wir passen gut zusammen; wir sind über die Jäger- und Sammlerphase noch nicht  hinaus gekommen.

Also Stricken, Waschen und Tragen oder Verschenken und zwar flott!

Wie gut dass es schon lange mein Wunsch ist tragbare Oberbekleidung auf meinen Luxuskörper zustricken.
Jeder der eine Figur außerhalb der herkömmlichen Konfektionsgrößen hat, weiß wie schwierig das ist. 
Mein erster Versuch war das Modell Rondell von der "wollerey", noch nicht optimal aber tragbar und ich bin ganz zufrieden.




Dann fiel mir (natürlich bei RAVELRY) das Begleitheft eines Strickworkshops von Vera Sanon in die Hände. darin erklärt sie wunderbar wie man einen Raglan von Oben berechnet und passgenau auf seinen Alabasterkörper strickt.




Das Material ist Aade long 8/3 
100% Wolle


bis zum nächsten Mal,
ich muss unbedingt die gesiedeten Seifen fotographieren, sonst sind sie vorher verschenkt








Andrea




 

Freitag, 19. September 2014

Nachtrag

Seit gestern hat Peppi jetzt den Nistkasten verlassen und schaut noch etwas bedröppelt aus 
der Wäsche den Federn.
Das Futter wird nicht mehr frei Haus geliefert!!!

Das Fliegen klappt schon ganz gut aber landen und klettern  muss noch geübt werden.

Wenn ihr Lust habt setzt euch mit mir dazu.
Der Tee ist aufgebrüht und greift zu.


schwedische Zimtschnecken - sehr lecker!





Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende





Andrea





 

Mittwoch, 17. September 2014

Alleinerziehende Mutter oder mal etwas ganz anderes von diesem Blog

Wer mich kennt oder  schon länger mitliest weiß wahrscheinlich, dass neben etlichen anderen Tieren hier auch einige Wellensittiche wohnen.
Laut meines Sohnes die höchste Form des Barfens (Kleintiere zur Futterversorgung der Hunde werden selbst gezüchtet ;O).
Keine Angst die Wellis werden nie verfüttert und normalerweise auch nicht vermehrt.

Normalerweise!

Im letzten Jahr bat mich die Tochter einer verstorbenen Klientin, doch den hinterbliebenen Wellensittichhahn aufzunehmen.
Mecki war schon 10+ und hatte bis auf wenige Wochen immer allein in seinem Käfig gesessen.
Keiner wollte ihn so recht haben und jetzt sollte er bei uns seinen Altersruhesitz bekommen.
Die Vergesellschaftung verlief auch problemlos, dass heißt erst einmal sagte Mecki nichts.
Nach 14 Tagen fiel im dann auf, dass es mehr als eine Sorte Wellis gibt und damit meine ich nicht Grüne, Gelbe, Blaue usw.
Er balzte alles an, was nicht sofort wegflog. Ruhe kam erst in die Voliere, als er sich mit Berta festverbandelte.
So weit so gut!
In diesem Sommer bemerkte ich dann immer wieder Eier auf dem Volierenboden.
Um niemanden in Versuchung zu führen hängen in der Voliere keine Nistkästen.
Nach einiger Zeit fand sich dann die fleißige Henne -Berta-, sie zernagte ein großes Stück Korkrinde in ihrem Nestbautrieb und legte ein Ei nach dem anderen.
Ich entfernte die Eier aber sie setzte sich schließlich mit einem Ei mitten auf dem Boden in die Futterschüssel und Mecki saß brav neben ihr auf dem Rand.
Da wollte ich den Beiden eine Chance geben, zumal die Psittacoseverordnung aufgehoben wurde und die Wellis nicht mehr beringt werden müssen.
Nistkasten besorgt und aufgehängt, Ei umquartiert. Das war keine gute Idee, das warf sie raus und startete von neuem.
Während der Brutzeit, sie hatte noch einmal fünf Eier gelegt, fiel unser Mecki dann plötzlich von der Stange. Alle anderen Wellis waren und sind putzmunter.
Die Weibchen werden von ihren fürsorglichen Herren normalerweise am Nistkasten gefüttert,
das war natürlich nicht mehr möglich.
Nach 2 Tagen hat Berta dann das Nest verlassen und die Eier rausgeworfen.
Aus welchem Grund auch immer zog sie dann in das zweite Nest, das ich aufgehängt hatte und legte
weiter noch einmal fünf Eier.
Wieder erwarten war eins der Eier noch befruchtet und der/die kleine PEPPI schlüpfte.
Ich stand dann schon mit Einmalspritze usw. parat aber sie hat ihren Sprößling ganz allein gefüttert. Zwischendurch habe ich kontrolliert aber der Kropf war immer gut gefüllt und das bereitgestellte Weichfutter hat sie voller Eifer angenommen.

 mit 3,5 Wochen


Das Ei liegt nur zum Größenvergleich daneben.

In den nächsten Tagen wird er aber wahrscheinlich sie den Nistkasten verlassen.



Eine schöne Restwoche




Andrea



 

Dienstag, 16. September 2014

Nach dem Wollfest

ist vor dem Wollfest so heißt es doch, oder?
Ich bin eigentlich dafür bekannt Pflanzenmärkte und "Offene Gartenpforten" zu besuchen, aber wenn endlich einmal solche wolligen Veranstaltungen bei uns im Norden und in erreichbarer Nähe stattfinden muss man doch teilnehmen.
Am 7.09. haben ich mich also mit 4 Gleichgesinnten zugsockenderweise aufgemacht und das Hamburger Wollfest besucht.
Ein überwältigender Rausch von Wolle in allen Farben und Qualitäten, allerdings ein nicht ganz preiswertes Vergnügen. Fünfzehn Euro Eintritt ist schon happig, obwohl der Anblick von
mit gestrickten Leggins schon sehenswert war.

meine Schätze
Eine Woche später ging es dann mit Fahrgemeinschaften


Wunderbares Wetter, ein schönes Gelände, tolle Aussteller ein rundherum schöner Ausflug.
Allerdings kommt Herr Zitron, der dort einen interessanten Vortrag gehalten hat
optisch nicht an Stephen West heran ;O))



und da ich die Nase noch nicht voll habe und noch Urlaubstage geht es nächstes Wochenende zur
dort ist am 21.09. ein Hoffest mit Miniworkshops rund um die Wolle, die man dort natürlich auch käuflich erwerben kann (wenn noch Geld da ist).

Ab 22.09 wird dann konsequent gewollfastet und der Wollberg abgearbeitetstrickt.



eine schöne Woche

 euch allen

Andrea




 

Donnerstag, 4. September 2014

365 Tage hat das Jahr

und wenn ich so weiter im Tücherrausch stricke, habe ich wohl bald für jeden Tag des Jahres ein anderes Tuch.
Gut etwas Luft nach oben ist noch vorhanden, täglicher Wechsel des Outfits ist noch nicht möglich aber ich arbeite daran.
Wie ich früher ohne diese Tücher, Schals, Coowls oder Loops ausgekommen bin, ist mir schleierhaft.
Sie wärmen, schmücken, kaschieren ;O) und sind inzwischen für mich unverzichtbar.
Ich zeige euch mal ein paar meiner neuen "Schmuckstücke"

Im Sommer darf es auch mal Seide sein :O)



 und für den Winter gern etwas größer

Damit ich auch etwas Abwechslung beim Stricken habe, wünschte mein Sohn sich ein paar neue fingerlose Handschuhe, von uns Stulpis genannt.
Er hat sich dafür eine Walnussfärbung auf SoWo bei mir ausgesucht. Ich finde das sieht sehr hübsch aus. Dieses Jahr trägt unser Walnussbaum nicht, aber die Färbung werde ich sicher noch einmal wiederholen.

 Dabei kam leider heraus, dass es schon das dritte Paar Stulpis ist, das der Sohn 
(vom Vater und den großen Schwestern auch gern "Mamas Zuckerjunge" genannt)
von mir bekommen hat.
Der Göga noch keins , das muss geändert werden.
GsD reicht die Wolle für ein zweites Paar und spätestens am Wochenende hat der Ehegemahl auch warme Hände.

 Kommentar des Sprößlings:
"wenn es mit dem Studium nicht klappt, schule ich um und werde Handmodel"




Euch allen eine schöne Restwoche

vielleicht sehen wir uns am Wochenende auf dem Wollfest in Hamburg




Andrea





 

Donnerstag, 31. Juli 2014

Färbereien

Ich habe euch noch gar nicht meine Färbereien gezeigt, das hole ich schnell nach.
Wie meistens wenn ich aus dem vollen schöpfen kann (mit Korb und Schere in den Garten und die reichlich vorhandenen Kräuter und UNWildkräuter ernten) gibt es keine genauen Gewichtsangaben für das Pflanzenmaterial. Ich gebe zu dafür fehlt mir bei reichlich vorhandenem Grünzeug einfach die Lust.
Origanum vulgare und Salvia officinales wurden also reichlich geerntet und in die Färbetöpfe verfrachtet.
 Außerdem habe ich Mahonienbeeren geerntet


und das sind meine Ergebnisse.
Oreganum soll laut Literaturangaben ein Rot ergeben, wahrscheinlich hat das Kraut diese Buch nicht gelesen; bei mir kamen jedenfalls Gelbtöne dabei raus.


 200g BFL/Nylon mit 200g Mahonien
ich würde sagen, es wurde ein zartes schlüpferrosa 
 
 Merinolace mit Origanum oder Salbei teilweise mit Eisensulfit weiterentwickelt


mittig Bananenfasern
 
 BFL/Milchseide mit Salbei

 den obersten Strang find ich besonders schön
naturgraue Südamerik. Wolle mit Salbei

BFL



Die Tour de France ist inzwischen zuende gegangen und leider habe ich nicht das geschafft was ich mir vorgenommen hatte.
Aber mit meiner versponnenen Heidekrautfärbund vom letzten Jahr bin ich sehr zufrieden.


Ein tolles grün (jedenfalls MEIN grün)

Ein Geschenk habe ich auch fertig genadelt.
Das Muster wurde  für eine Spendenaktion für die Familien der Bergleute in Soma auf ravelry zur Verfügung gestellt.

Zitron Filigran 700m/100g

Ich bin ansonsten nicht so der Lace/musterstricker aber das ging richtig flott auf den Nadeln.

Eine schöne Restwoche euch allen





Andrea