Seifeln, Spinnen, Färben, Stricken, Fotographieren, Kochen.....der Tag hat leider nur 24 Stunden

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Dienstag, 10. März 2015

Frühlingsgefühle

Nachdem ich im letzten Post mein Herz ausgeschüttet habe, muss ich jetzt doch mal von meinen kleinen Fluchten bzw. von den Strategien zur Alltagsbewältigung berichten.
Die Sonne scheint, die Krokusse blühen, das Unkraut im Garten wächst, will sagen : der Frühling steht vor der Tür.
Meine Mutter ist nach über 5 Monaten in verschiedenen Krankenhäusern auch wieder zuhause angekommen und ich mache mir Hoffnungen, dass die Versorgung nach Anfangsholprigkeiten für alle zufriedenstellend organisiert werden kann.
Zeit freizuschaufeln war schwierig aber ich habe an die Notwendigkeit der Selbstpflege gedacht und zwischendurch immer etwas abgeknappst für mich.
Ganz ehrlich ich habe dafür den Haushalt vernachlässigt, laut meines Ehegemahls sind die einzigen, die hier nie zu kurz kommen die Hunde.

 An einem Nachmittag habe ich eine Färbeorgie veranstaltet,
bunte Füße sind also vorbereitet.

 Am Abend ein paar Reihen vor dem Schlafengehen gestrickt,
 aber bloß nichts schwieriges, sondern recht viele rechte Maschen,
ansonsten wäre zuviel ribbeln vorprogrammiert.


 Immer wieder Blumen für mich ganz allein gekauft und arrangiert.
Vielen Dank noch einmal Sanne für die tollen Gläschen.

 Seife gesiedet
aber die stelle noch einmal extra vor.


Kleine, liebe Überraschungen heben auch immer die Stimmung,
Danke Kerstin

immer wenn 10 Minuten Luft war, schell ein paar Meter gesponnen

wenn der Dienstplan es hergab mit der Familie gekocht.
Das sind Hefeklöße dazu gab es Mirabellenkompott.
Ein Genuß!
Ingrid erkennst du deine Auflaufform wieder :O)


Ich wünsche euch allen eine gesunde Restwoche


Andrea





 

Donnerstag, 31. Juli 2014

Färbereien

Ich habe euch noch gar nicht meine Färbereien gezeigt, das hole ich schnell nach.
Wie meistens wenn ich aus dem vollen schöpfen kann (mit Korb und Schere in den Garten und die reichlich vorhandenen Kräuter und UNWildkräuter ernten) gibt es keine genauen Gewichtsangaben für das Pflanzenmaterial. Ich gebe zu dafür fehlt mir bei reichlich vorhandenem Grünzeug einfach die Lust.
Origanum vulgare und Salvia officinales wurden also reichlich geerntet und in die Färbetöpfe verfrachtet.
 Außerdem habe ich Mahonienbeeren geerntet


und das sind meine Ergebnisse.
Oreganum soll laut Literaturangaben ein Rot ergeben, wahrscheinlich hat das Kraut diese Buch nicht gelesen; bei mir kamen jedenfalls Gelbtöne dabei raus.


 200g BFL/Nylon mit 200g Mahonien
ich würde sagen, es wurde ein zartes schlüpferrosa 
 
 Merinolace mit Origanum oder Salbei teilweise mit Eisensulfit weiterentwickelt


mittig Bananenfasern
 
 BFL/Milchseide mit Salbei

 den obersten Strang find ich besonders schön
naturgraue Südamerik. Wolle mit Salbei

BFL



Die Tour de France ist inzwischen zuende gegangen und leider habe ich nicht das geschafft was ich mir vorgenommen hatte.
Aber mit meiner versponnenen Heidekrautfärbund vom letzten Jahr bin ich sehr zufrieden.


Ein tolles grün (jedenfalls MEIN grün)

Ein Geschenk habe ich auch fertig genadelt.
Das Muster wurde  für eine Spendenaktion für die Familien der Bergleute in Soma auf ravelry zur Verfügung gestellt.

Zitron Filigran 700m/100g

Ich bin ansonsten nicht so der Lace/musterstricker aber das ging richtig flott auf den Nadeln.

Eine schöne Restwoche euch allen





Andrea


 

Mittwoch, 9. Juli 2014

SOMMER

oder wie nennt man dieses Wetter?
Bei uns regnet es gefühlt seit Tagen und wenn es gerade mal nicht regnet, ist es fast unerträglich schwül und drückend. Aber dadurch lassen wir uns doch nicht die Laune verderben.

Den Hochzeitsstress haben wir gut überstanden 

es war eine wunderbarte Feier und jetzt nutzen wir die letzten Urlaubstage zum Ausruhen und für die Dinge, die man schon lange anfangen wollte.

Als erstes wurde am Montag in den Seifensiedetöpfen gerührt.


"DER DUFT DES SOMMERS"

Kokosöl 24%
Schweineschmalz 24%
Pistazienöl 22%
Rapsöl 19 %
Kakaobutter 5%
Rizinusöl 4%
Olivenöl 2%
Seide 5%
gefärbt mit Pompejanischrot 
beduftet mit einer wilden Mischung
ÄÖ Benzoe Siam + Patchouli
PÖ Berrywine, Rhubarb + Waldhimbeere

Ich hatte große Angst vor "Grießbrei" aber es war einwandfrei zu verarbeiten und die Seifenstücke haben so glatt und freiwillig die Formen verlassen, dass war eine Freude.

Gestern roch es dann in meiner Seifen- und Färbeküche wie in einer Hustensaftmanufaktur.


Salbei und Oregano wurden gekocht und heute liefen die ersten Färbeexperimente.

Gesponnen wurde auch, auf Ravelry läuft zeitgleich zur Tour de France die Tour de Fleece und ich habe mir einiges dafür vorgenommen.

Das will ich mindestens schaffen, allerdings nur die gelbe Dahlienfärbung auf meiner neuen Matthesspindel. 
Der grüne Strang ist bereits auf dem Rad und ich finde die Farbe super gut.
Süddeutsche Merino gefärbt mit Heidekraut und Eisensulfat nach Alaunbeize.

 Nach langer Wartezeit im Abstellraum habe ich auch endlich meinen Ashford Webrahmen hervorgeholt aber davon ein anderes Mal.

Ich glaube, ich schalte den Compu erst einmal ab, hier blitzt und donnert es und der Himmel ist dunkelgrau.



Euch allen trotzdem schöne und kreative Tage




Andrea





 
 

Sonntag, 1. Juni 2014

Sommeranfang

Heute ist schon der erste Juni und der Mai ist wieder einmal an uns/mir vorbei geflitzt.
Da zeige ich euch noch ein bißchen von meinen abendlichen Aktivitäten ;O))

Für meine Schwester, die ein bißchen Aufmunterung gebrauchen kann und außerdem ein Freund von Blau ist



sind zwei Tücher entstanden.


Beide Muster sind von wollwerk - Simone Eich

Sie schreibt wunderbare, klare Anleitungen und es ist eine Freude sie nachzustricken.

Für die neugeborene Tochter eine Arbeitskollegin gab es Socken, na ja eher Söckchen.



Die UNWildkraut und Hühnerfutterernte auf unserem Grundstück ist ganz enorm.
Kleiner Tipp am Rande das erreicht man nur mit konsequenter Vernachlässigung, egal ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt.
Manchmal hat es allerdings auch Vorteile, man muss zum Ernten von Färbepflanzen das Grundstück nicht verlassen.



Leider schlecht fotographiert in natura ist die Wolle grüner ein zartes salbeigrün.

Schurwolle und südd. Merino Kammzug in einem großen Kochtopf mit Brennnesseln gefärbt.



Im Spinnernetz bei ravelry gab es einen "Spin doch rum" swap.
Jeder verschickte einen 100g Kammzug an einen vorherfestgelegten Partner und bekam von jemand anderem sein Material. Dann durfte nach Lust und Laune gesponnen, verzwirnt und verschönert werden bevor die Wolle zurück an seinen Eigentümer ging.
Ich hatte  einen Kammzug in Grüntönen an Susanne geschickt und schaut einmal was für ein tolles Artyarn ich zurück bekommen habe.



Das ist doch ein Traum ♥

Ich hatte beim Spinnen für Elfriede manchen Schweißausbruch. Ich wollte "dünn, navajo und Perlen"
aber der Kammzug (schmuseweiches Merino) war nicht immer der gleichen Ansicht.





Das hat viel Freude gemacht!






und jetzt wünsche ich euch allen einen schönen Sonntag und gehe erst einmal frühstücken




Andrea



 

Mittwoch, 7. Mai 2014

Zwei die zusammen gehören?



Im Seifenforum gab es irgendwann einmal eine Umfrage 
"Wann hast du die erste Kaffeeseife gesiedet?"

Ich glaube die meisten hatten die Kaffeeseife unter ihren ersten zehn
selbstgesiedeten Seifen. Aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer, ich hatte noch nie eine Kaffeeseife auf meinem Plan und musste erst von jemandem darauf gestoßen werden.
Kaffeeseife wird dafür gerühmt hervorragend Gerüche von den Fingern zu entfernen, ist also die ultimative Küchenseife.




Aber was hat die Wolle damit zu tun?

In der Spinnernetzgruppe bei ravelry habe ich beim "spin doch rum swap" mitgemacht. Ich habe meinen Kammzug zu Susanne geschickt, die ihn dann verspinnen musste; während ich mich bemühte einen Kammzug von einem anderen Tauschpartner in eine gefällige Form zu bringen.
Wegen rauchendem Göga und Fellnasen im Haus hatte ich es gut gemeint und den Kammzug eine Nacht bei der "Hallo wach"Seife schlafen lassen und auch Seife mit ins Paket gelegt.
Susanne berichtete mir dann später, dass sie die Wolle erst einmal mit Kaffeemehl gelagert hat, es duftete ihr zu stark.
Gute Idee - falsches Ergebnis

Aber egal, das war der Anstoß den ich brauchte eine Kaffeeseife musste her.
Wenn schon nicht unter den ersten zehn, dann als Seife Nr. 132

Kaffeeseife 6% ÜF

Palmöl
Kokosöl
Rapsöl
Soyaöl
Rizinusöl
Bienenwachs
mit Kaffeemehl im Leim und starkem Kaffee als Lauge


und die Wolle?

An einem sonnigen, freien Tag habe ich dann den Färbetopf angeworfen. Ich hatte noch 225g rote Dahlienblüten eingefroren, die wurden gesiedet und abgekühlt. Am nächsten Tag kam dann die mit Kaltbeize gebeizte Wolle dazu.
als erstes 200g Merino/Bambus im Kammzug


dann 200g Merino fine

beides recht blässlich, aber die Flotte hatte noch sehr viel Farbe

also einmal 45g süddeutsche Merino
das gefiel mir gut also nochmal 130g süd. Merino

jeweils ca eine Stunde und im Farbbad erkaltet



Die Ergebnisse waren wie immer nicht vorhersehbar, aber der Spaß dabei ist das Wichtigste.






Andrea