Seifeln, Spinnen, Färben, Stricken, Fotographieren, Kochen.....der Tag hat leider nur 24 Stunden

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Montag, 29. Juli 2013

Färbereien

vorher



nachher

Ergebnis
Seit 5 Wochen habe ich schon nicht mehr gepostet, jetzt wird es aber Zeit; sonst geht der Juli ganz ohne Lebenszeichen von mir vorbei.
Wegen Urlaubszeit, Krankheit und Mutterschutz (der Kollegen) habe ich sehr viel gearbeitet und leider geht es im August so weiter. Bei nur 4 freien Tagen im Monat ( zwei Wochenenden) bleibt einfach nicht viel Zeit, aber etwas habe ich mir dann doch abgeknappst und ein bißchen gefärbt.

Mit meinen roten Dahlienblüten wurden 200g Merino Hightwist im Topf gefärbt.


Rhabarber schmeckt nicht nur gut, man kann mit den Blättern auch wunderbar färben.

300% Rhabarberblätter, die Stiele haben wir verputzt

links Merino 80/Leinen 20%                                                           rechts Merino/Seide 50/50

das Silbergrau/grün gefällt mir besonders
Gebeizt war die Wolle mit 15% Alaun, im nächsten Jahr versuche ich die Färbung ohne vorherige Beize. Wegen der im Rhabarber enthaltenen Oxalsäure soll das möglich sein.

In diesem Jahr mache ich bei einem Pflanzenfärbeprojekt mit Pflanzenfarben2013.
Ich habe die Heidekrautfärbung übernommen, davon berichte ich in den nächsten Tagen. Ich bin schon ganz gespannt auf die Ergebnisse der Mitfärber.
Außerdem fängt im August mein online Indigo-Färbekurs bei Ulrike Bogdan an.
Ich kann dann also BLAU machen und trotzdem weiterarbeiten.
Der Sommer wird wenn schon nicht bunt, für mich auf jeden Fall Blau und Gelb.

Gerade fällt mir ein, im Juni habe ich noch schnell Seife gesiedet und bis jetzt noch gar nicht fotographiert, das muss noch nachgeholt werden.


Ich wünsche uns allen eine nicht zu heiße Woche, bis dann

Andrea







Sonntag, 23. Juni 2013

Rosi, Hilde und die Rhabarberschweine

Letzte Woche klingelte es an meiner Pforte und ein Bekannter stand vor dem Tor.
Er ist mit seiner Familie erst im letzten jahr in unser Dorf gezogen und möchte so eine Art Arche Hof aufbauen. Unter anderem halten sie zwei Ostfriesiche Milchschafe eben Rosi und Hilde.
Die beiden wurden jetzt geschoren und ein Vlies haben sie mir geschenkt, nur ob es das von Rosi oder von Hilde ist lässt sich nicht mehr feststellen. Egal gefreut habe ich mich SEHR und hoffe sie freuen sich genauso, wenn ich ihnen eine Seifenkiste packe.

Da wartet noch eine Menge arbeit auf mich, aber wenn der nächste Winter lang und kalt wird: ich bin vorbereitet.

Ehe die Rhabarbersaison zu ende ist  noch schnell meine Erdbeer-Rhabarberseife.
Das PÖ ist von Behawe und sehr haltbar und lecker.
Ein klassisches 25er Rezept mit Olive, Raps, Kokos, Palmöl und einem kleinen Schwubs Traubenkernöl, dazu gelbe und rosa Tonerde unf fertig sind die fruchtigen Schweine und Schafe.

Überall sieht man auf den Blogs jetzt die wunderschönen Bilder der blühenden Rosen und ich liebe rosen wirklich sehr (mit Ausnahme der rein Roten), da zeige ich euch einmal wie schön grün sein kann.


Das Sammeln von Hostas kann genau so eine Sucht werden wie Seife sieden, stricken und und und, ihr kennt sicher alle die Viren.








Ich wünsche euch einen wunderschönen Restsonntag


Andrea

Samstag, 25. Mai 2013

Hilfe, ich bin wollsüchtig

Eigentlich wollte ich hier mal wieder eine Seife zeigen, aber bei dem Wetter gehen nicht einmal die Hunde gern vor die Tür (sie sind nicht sicher , dass ihre schwarze Farbe wasserfest ist),  ich habe auch keine Lust meine schöne Erdbeer-Rhabarberseife im Regen zu fotographieren; aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben und IRGENDWANN muss es doch besser werden.

Da berichte ich euch doch lieber von meinen haugemachten Problemen. Im Dezember 2012 hatte ich bei Ravelry die Gruppe "Stricken statt klicken" entdeckt. Eine tolle Idee die großen Wollberge, die sich ansammeln wenn man seit vielen Jahren handarbeitet sollten endlich abgebaut werden. In einer Gruppe geht so etwas doch viel besser, dachte ich jedenfalls. Es fing auch ganz gut an. Der Winter war kalt (das Frühjahr ist es auch), viele kleine Resteknäule wurden in Dickis (dicke Socken) zur weiteren Verwendung veredelt. Einige schon lange geplante Projekte endlich fertiggestellt, meine Statistik sah richtig gut aus und die wenigen kleinen Wolleinkäufe trübten das Bild nicht.

Januar 1062 g abgebaut
Februar 666 g abgebaut
dann kam ein kleiner Rückschritt
März + 311 g
dann ging es steil bergab bzw. bergauf
April  + 1170 g
Mai + über 3 kg

Bei jedem Gramm das dazu kam, gibt es eine schlüßige Erklärung: so kuschelig, genau meine Farben, ein Schnäppchen, wollte ich schon immer haben, brauche ich für mein Färbeprojekt und und und........
Fühlen köönt ihr leider nicht aber wenigstens schauen.


Meine Mutter bat mich vor ein paar Tagen für meinen Vater doch ein paar Socken zu stricken. Das konnte ich natürlich nicht ablehnen, sie gab mir sogar ein Knäul Sockenwolle (ich habe ja nicht genug ;O))
Ich war versucht zu sagen, dass die Agenda 2020 bereits steht und keine Kapazitäten frei sind, aber das mochte ich dann doch nicht tun, alte Herren sollten doch warme Füße haben. Ein paar Socken werde ich wohl noch dazwischen  quetschen, unter Druck strickt man hoffentlich schneller.

Zum ersten Mal habe ich mit Blauholz gefärbt, eine schöne Farbe.



So ich gehe jetzt wieder an meine Nadeln und schaue dabei NICHT das Endspiel an.

Uns allen noch ein verregnetes Wochende und besseres Wetter ab der nächsten Woche.





Andrea




und ab jetzt wird gewollfastet!

Wer Adressen von Selbsthilfegruppen kennt, bitte melden!

Dienstag, 30. April 2013

Walpurgisnacht

eigentlich wollte ich heute in den Mai tanzen am besten mit dem Besen auf dem Blocksberg, aber nach einem langen Tag mit Hacke und Spaten im Garten fehlt mir selbst zum Sieden einer Hexenseife der Elan, der Püri würde mir wahrscheinlich aus der Hand fallen.
Da berichte ich euch so ein bißchen was ich die letzten Wochen so gewerkelt habe und dann kann der Mai starten oder ausschlagen oder was immer er will.

Nach Jahrzehnten in denen ich nur KIndersachen, Socken, Stulpen und höchstens Tücher gestrickt habe, hat mich das Stricken nur für mich gepackt. Die letzten Pullover für mich habe ich gestrickt, als Wolle noch häufig aus Polytierchen gefertigt wurde. Über Weihnachten hat mich einer meiner Töchter dankenswerterweise sehr gründlich vermessen, da konnte ich mir jetzt eine Tunika genau auf meinen Luxuskörper stricken (für die Seifensieder- Venus von Willendorf-).  Die Anleitung gibt es bei Ravelry



Gefärbt hatte ich die Wolle mit Rotholz, Krapp und Sandelholz.

Übrigens bildet Stricken genau wie Seife sieden ungemein, ständig lerne ich neue englische Vokabeln.
amply dimensioned = üppig ausgestattet = reichliche Oberweite
die Vokabeln waren mir bisher nie begegnet.

Jetzt gibt es noch ein paar Bilder von Gustav, der inszwischen 11 Monate alt ist und ein richtiger Mopsmann mit 34 cm Schulterhöhe und 9,5 kg Gewicht. Sein zweiter Vorname ist sicherlich RÜDIger, so wie er überall markieren muss.



ein echter Waldmops kann auch vorstehen

wie man sieht, hier ist noch sehr viel erzieherische Arbeit nötig

ich wünsche euch allen einen wunderbaren 1. Mai


Andrea


Dienstag, 2. April 2013

Warten und Hoffen

und das Naseputzen nicht vergessen. Über die Ostertage hat uns eine akute Rüsselseuche ziemlich lahmgelegt. Aber langsam geht es wieder aufwärts und heute haben wir mit den Hunden eine schöne Runde im Sonnenschein gedreht. Damit mit uns der scheußliche Ostwind nicht so ärgert sind wir im Wald unterwegs gewesen und an windgeschützten Stellen konnte man tatsächlich schon den Frühling spüren. die Sonnenstrahlen wärmen und vielleicht sollte ich meinen Sonnenschutz bereitstellen. Vom Winterende zur ersten Sonnenallergie ist nur ein kleiner Schritt.

Bei uns hat  krankheitsbedingt nicht viel stattgefunden. Nur ein paar Strickereien sind fertig geworden, Stricken kann ich tatsächlich auch mit laufender Nase und Husten.


Seit langer Zeit mal wieder ein größeres Teil für mich. Ich habe mich vorher von einer Tochter sorgfältig vermessen lassen, damit es auch an allen Ecken und Kanten Beulen und Kurven gut sitzt.
Sie sieht ein bißchen aus wie eine Nachtwachenstrickjacke, aber egal. Die Wolle (100%) war ein echtes Schnäppchen keine 15 €. bei http://www.wolllust-schurwollversand.de/index.shtml

und da ich unbedingt noch Wollberge abbauen will/muss habe ich aus den Filzwollresten noch eine Tasche gestrickfilzt.


eine schöne Restwoche
Andrea







Donnerstag, 21. März 2013

FRÜHLINGSERWACHEN

Hoffnung

Und dräut der Winter noch so sehr
Mit trotzigen Gebärden,
Und streut er Eis und Schnee umher,
Es muß d o c h Frühling werden. Und drängen die Nebel noch so dicht
Sich vor den Blick der Sonne,
Sie wecket doch mit ihrem Licht
Einmal die Welt zur Wonne.
Blast nur ihr Stürme, blast mit Macht,
Mir soll darob nicht bangen,
Auf leisen Sohlen über Nacht
Kommt doch der Lenz gegangen.
Da wacht die Erde grünend auf,
Weiß nicht, wie ihr geschehen,
Und lacht in den sonnigen Himmel hinauf,
Und möchte vor Lust vergehen.
Sie flicht sich blühende Kränze ins Haar
Und schmückt sich mit Rosen und Ähren,
Und läßt die Brünnlein rieseln klar,
Als wären es Freudenzähren.
Drum still! Und wie es frieren mag,
O Herz, gib dich zufrieden;
Es ist ein großer Maientag
Der ganzen Welt beschieden.
Und wenn dir oft auch bangt und graut,
Als sei die Höll' auf Erden,
Nur unverzagt auf Gott vertraut!
Es muß d o c h Frühling werden..

Emanuel Geibel (1815-1884)




Nein, leider ist von den Buschwindröschen noch kein Blatt zu sehen, aber heute Morgen beim Gang mit den Hunden haben die Buchfinken und Meisenherren mit großem Elan ihre Liebeslieder geschmettert und an meiner Hecke stecken doch tatsächlich die Kaiserkronen ihre Köpfe 15 cm aus der Erde.

Heute jährt sich zum 124 Mal der Geburtstag meiner Urgroßmutter Catherine Gerken und obwohl ich nur wenige Erinnerungen an sie habe, spielt sie gerade um diese Zeit immer eine Rolle bei der Gartenarbeit.
Ein stehender Begriff  bei Mutter und Oma ist und war immer: " Am 21. März hat Oma Gerken Geburtstag, da muss der Garten fertig sein!!!"
Fertig, das heißt alles abgeschnitten, altes Laub entfernt, geharkt, dicke Bohnen gelegt, Stiefmütterchen verpflanzt und und und.........
Also dieses Jahr ist das nicht mehr einzuholen und wenn ich über meinen Bildschirm hinweg nach draußen schaue sehe ich dicke Flocken vom Himmel fallen.
Liebe Uroma sicher hat es solche Märztage auch schon früher gegeben und vielleicht hast du das Gedicht von Emanuel Geibel auch in der Schule gelernt wie die alte Dame die es mir aufsagte.
Halten wir uns also an die Hoffnung:
ES MUSS DOCH FRÜHLING WERDEN



eine hoffende und wartende
Andrea


P.S: Gestern habe ich die ersten Kater singen jaulen hören, die Produktion der Maikätzchen ist also gesichert.

Montag, 18. März 2013

Was seht ihr?

Richtig ihr seht NICHTS oder jedenfalls nicht viel. Auf jeden Fall nicht meine Oster/Frühlingsdeko, denn die ist unter einer Schneedecke versteckt.
Ich hoffe sehr, dass dies das letzte Mal für dieses Frühjahr war, aber die Chancen für weiße Ostern stehen immer noch recht gut.
Die Hunde stört der Schnee natürlich gar nicht, aber die Hühner sind angesäuert.





selbst das Blechhuhn schaut nicht begeistert

Geseifelt wurde auch wieder einmal. In diesem Jahr habe ich einige Hochzeiten von Frischgrün über Rubinrot bis ganz besondere Eiserne, die ich mit Seife beschenken möchte, also muss ich ein paar Testläufe machen.
(und ich mache sie natürlich gern)

Rechts: ein 25er Rezept mit
Kokos, Olive, Schmalz, Soyaöl und Seide
PÖ Victorian rose + Baby cotton
+ Pigment Brilliant rosa

Hier eine vegane Version mit
Palm-, Soya-, Oliven-, Kokos- und Walnussöl, Bienenwachs und Hafermilch
beduftet mit PÖ White Tea + Green Tea
Pigmente Maigrün und Gold


Die Silikonherzen sind mit den Resten gefüllt worden, sie haben auch prima gegelt und ließen sich problemlos ausformen.

Einige Teile sind inszwischen auch fertig geworden. Für meine Hausbesuche wollte ich mir eine Tasche filzen, sie sollte DinA 4 Format haben das hat nicht ganz so geklappt.
Jetzt habe ich sie etwas aufgebrezelt und finde sie super.

Sie hat so einen Hauch von 70er Jahre.

Das Tuch "Nightfall Ruffles"
entstanden aus diesem Knäuel selbstgefärbter Sockenwolle von Zitron


Eine besondere Freude kam mir gestern mit einem Foto ins Haus.
Zu Weihnachten hatte ich ein Seifenpaket nach Frankreich geschickt, für die zukünftige Schwiegertigerfamilie meiner Tochter. In Südfrankreich hat man diese Berührungsängste mit Seifen wie bei uns häufig anzutreffen nicht, da geht die Seife gleich mit in die Dusche und das erfreut das Herz des Seifensieders.
Bei den Seifen war auch eine aus der Katzenform von MWM, da ich wusste das bei ihnen ein Haustiger lebt.

ist das nicht ein hübsches Paar ♥



ich wünsche euch allen eine schöne Woche, mit viel Sonnenschein und wenig Schnee und trotz Wintereinbruch werde ich mich jetzt dem Frühjahrsputz widmen



Andrea