Seifeln, Spinnen, Färben, Stricken, Fotographieren, Kochen.....der Tag hat leider nur 24 Stunden

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Donnerstag, 21. März 2013

FRÜHLINGSERWACHEN

Hoffnung

Und dräut der Winter noch so sehr
Mit trotzigen Gebärden,
Und streut er Eis und Schnee umher,
Es muß d o c h Frühling werden. Und drängen die Nebel noch so dicht
Sich vor den Blick der Sonne,
Sie wecket doch mit ihrem Licht
Einmal die Welt zur Wonne.
Blast nur ihr Stürme, blast mit Macht,
Mir soll darob nicht bangen,
Auf leisen Sohlen über Nacht
Kommt doch der Lenz gegangen.
Da wacht die Erde grünend auf,
Weiß nicht, wie ihr geschehen,
Und lacht in den sonnigen Himmel hinauf,
Und möchte vor Lust vergehen.
Sie flicht sich blühende Kränze ins Haar
Und schmückt sich mit Rosen und Ähren,
Und läßt die Brünnlein rieseln klar,
Als wären es Freudenzähren.
Drum still! Und wie es frieren mag,
O Herz, gib dich zufrieden;
Es ist ein großer Maientag
Der ganzen Welt beschieden.
Und wenn dir oft auch bangt und graut,
Als sei die Höll' auf Erden,
Nur unverzagt auf Gott vertraut!
Es muß d o c h Frühling werden..

Emanuel Geibel (1815-1884)




Nein, leider ist von den Buschwindröschen noch kein Blatt zu sehen, aber heute Morgen beim Gang mit den Hunden haben die Buchfinken und Meisenherren mit großem Elan ihre Liebeslieder geschmettert und an meiner Hecke stecken doch tatsächlich die Kaiserkronen ihre Köpfe 15 cm aus der Erde.

Heute jährt sich zum 124 Mal der Geburtstag meiner Urgroßmutter Catherine Gerken und obwohl ich nur wenige Erinnerungen an sie habe, spielt sie gerade um diese Zeit immer eine Rolle bei der Gartenarbeit.
Ein stehender Begriff  bei Mutter und Oma ist und war immer: " Am 21. März hat Oma Gerken Geburtstag, da muss der Garten fertig sein!!!"
Fertig, das heißt alles abgeschnitten, altes Laub entfernt, geharkt, dicke Bohnen gelegt, Stiefmütterchen verpflanzt und und und.........
Also dieses Jahr ist das nicht mehr einzuholen und wenn ich über meinen Bildschirm hinweg nach draußen schaue sehe ich dicke Flocken vom Himmel fallen.
Liebe Uroma sicher hat es solche Märztage auch schon früher gegeben und vielleicht hast du das Gedicht von Emanuel Geibel auch in der Schule gelernt wie die alte Dame die es mir aufsagte.
Halten wir uns also an die Hoffnung:
ES MUSS DOCH FRÜHLING WERDEN



eine hoffende und wartende
Andrea


P.S: Gestern habe ich die ersten Kater singen jaulen hören, die Produktion der Maikätzchen ist also gesichert.

Montag, 18. März 2013

Was seht ihr?

Richtig ihr seht NICHTS oder jedenfalls nicht viel. Auf jeden Fall nicht meine Oster/Frühlingsdeko, denn die ist unter einer Schneedecke versteckt.
Ich hoffe sehr, dass dies das letzte Mal für dieses Frühjahr war, aber die Chancen für weiße Ostern stehen immer noch recht gut.
Die Hunde stört der Schnee natürlich gar nicht, aber die Hühner sind angesäuert.





selbst das Blechhuhn schaut nicht begeistert

Geseifelt wurde auch wieder einmal. In diesem Jahr habe ich einige Hochzeiten von Frischgrün über Rubinrot bis ganz besondere Eiserne, die ich mit Seife beschenken möchte, also muss ich ein paar Testläufe machen.
(und ich mache sie natürlich gern)

Rechts: ein 25er Rezept mit
Kokos, Olive, Schmalz, Soyaöl und Seide
PÖ Victorian rose + Baby cotton
+ Pigment Brilliant rosa

Hier eine vegane Version mit
Palm-, Soya-, Oliven-, Kokos- und Walnussöl, Bienenwachs und Hafermilch
beduftet mit PÖ White Tea + Green Tea
Pigmente Maigrün und Gold


Die Silikonherzen sind mit den Resten gefüllt worden, sie haben auch prima gegelt und ließen sich problemlos ausformen.

Einige Teile sind inszwischen auch fertig geworden. Für meine Hausbesuche wollte ich mir eine Tasche filzen, sie sollte DinA 4 Format haben das hat nicht ganz so geklappt.
Jetzt habe ich sie etwas aufgebrezelt und finde sie super.

Sie hat so einen Hauch von 70er Jahre.

Das Tuch "Nightfall Ruffles"
entstanden aus diesem Knäuel selbstgefärbter Sockenwolle von Zitron


Eine besondere Freude kam mir gestern mit einem Foto ins Haus.
Zu Weihnachten hatte ich ein Seifenpaket nach Frankreich geschickt, für die zukünftige Schwiegertigerfamilie meiner Tochter. In Südfrankreich hat man diese Berührungsängste mit Seifen wie bei uns häufig anzutreffen nicht, da geht die Seife gleich mit in die Dusche und das erfreut das Herz des Seifensieders.
Bei den Seifen war auch eine aus der Katzenform von MWM, da ich wusste das bei ihnen ein Haustiger lebt.

ist das nicht ein hübsches Paar ♥



ich wünsche euch allen eine schöne Woche, mit viel Sonnenschein und wenig Schnee und trotz Wintereinbruch werde ich mich jetzt dem Frühjahrsputz widmen



Andrea


 

Dienstag, 12. Februar 2013

HELAU es gibt Käsekuchen

um das gleich klarzustellen, ich habe mit Karneval  und Fasching nicht viel am Hut. Von Geburt an eben ssssssteifer Bremer, aber wenn schon Veilchendienstag ist, dann eben Helau (oder muss es Allaf heißen?).

Ich wollte euch nur meine Bäckergesellen zeigen.

wie gesagt es gibt Käsekuchen

und wenn ihr gern Karneval feiert, dann viel Spaß dabei und friert mir nicht ein beim Umzug.




Andrea



 

Donnerstag, 7. Februar 2013

Was gibt es Neues ?

Seit sechs Wochen habe ich nichts gepostet, so gut wie nichts kommentiert und nur auf die schnelle mitgelesen, das muss jetzt mal wieder anders werden. Dann gibt es heute einen all inclusive Post.

Damit man merkt, dass das hier als Seifenblog begonnen hat, fange ich mit der Seife an.


Wenn ich ein Motto hätte für 2013, wäre es "Abbau von Lagerbeständen" . Also musste als erstes die eingefrorene Ziegenmilch dran glauben, das sind die Ziegen und Schafe in Gesellschaft der wohlgenährten Dame. Nur Mandelöl und Kokos mit etwas Rhizinus, dazu Ziegenmilch, Salz und das PÖ "Hafer+Milch+Honig".
Es sieht ein bißchen aus wie Butterstücke, duftet aber lecker, ich mag den Duft sehr.
Die kleinen Gästeseifenherzen sind ein Experiment, evtl. kann ich dieses Jahr Seifen für eine Hochzeit sieden und da muss man vorher ein paar Testläufe machen.
Sie sind jedenfalls wie erhofft schneeweiß geblieben.
50% Olive
30% Mandel
20% Kokosöl
mit Pö Japanese Gapefruit.

Ich hatte schon mehrmals den Bügelswirl vom Friesenfan probiert, aber bei mir hat es nie so schön geklappt. Mit diesen Seifenleimen hätte es etwas werden können, aber jetzt war ich natürlich nicht vorbereitet. Der Leim blieb solange flüssig da wäre Zeit genug für Experimente gewesen, merke ich mir jetzt einfach für das nächste Mal.

Dann ging es gleich weiter mit dem Abbau des Lagers, bei RAVELRY in der "Stricken statt Klicken" Gruppe werden gemeinsam dicke Socken aus Resten gestrickt und Reste habe ich nach 30 Jahren Stricken reichlich (könnt ihr auch  nichts wegschmeißen, weil man es noch brauchen könnte?)
In diesem Fall hat sich das Behalten gelohnt, ich habe drei paar neue dicke Socken und für den Göttergatten sind auch noch welche in Arbeit.




Vor ein paar Tagen habe ich in einer Zeitschrift über das EMPTY-NEST-SYNDROM gelesen, das Eltern hart erwischt, wenn der Nachwuchs flügge geworden ist und das Nest leer.
Besonders gefährlich ist es, so meinten die Autoren (übrigens alles Männer) sollten die Mütter sich gerade in den Wechseljahren befinden. Dann könnte es passieren dass sie mit ihrer Unzufriedenheit die Männer aus dem Haus und in die Pfoten Hände einer Jüngeren treiben.
Ich wusste es, oder wer ist dieses junge Mädchen, die ständig mit MEINEM Mann in den Wald fährt?

Luzie Seifenpfote
Derweil sitze ich zuhause und erfreue mich an anderen Dingen und natürlich an Gustav, obwohl er meist auch mit Begeisterung mit in den Busch fährt, er ist eben ein echter Waldmops.


Inszwischen fülle ich das leere Nest. Meine Spinnradherde hat sich vergrößert, ein KIWI ist bei uns eingezogen und eine Schneiderpuppe (leider nicht mit meinen Traummaßen)
bevölkern die leeren Kinderzimmer.
Die schönen Kochlöffel habe ich übrigens geschenkt bekommen, die warten jetzt auf die Wollfärbesaison im Garten.
Von einem besonders schönen Erlebnis möchte ich auch noch berichten. Sicher wissen einige von euch, dass ich mein Geld für die Seifenzutaten und die Wolle in einer Sozialstation verdiene. Viele meiner meist älteren Klienten (Patienten sagt man nicht mehr und Kunden finde ich fürchterlich) interessieren sich für die Seifensiederei und erzählen mir auch von ihren Erinnerungen besonders aus den Kriegs- und Nachkriegszeiten, als auf vielen Höfen aus Schlachtabfällen und ähnlichem Seife gekocht wurde.
Sie sind dann ganz begeistert, wenn sie von mir ein Stück Seife zum Geburtstag oder zu Weihnachten bekommen.
Jetzt hat man mich eingeladen zum Treffen der Fauenhilfe zukommen und dort zu erzählen wie man heute selbst Seife siedet. Die Frauenhilfe ist ein sehr alter dörflicher Verein, früher haben die Frauen dort eingezahlt und wurden bei Krankheit oder im Kindbett dafür gepflegt. Bei uns war das tatsächlich der Vorläufer der Sozialstation.
Geblieben ist heute noch ein monatliches Treffen mit Kaffee und Kuchen, Singen und Besuch des Pastoren.
Für unsere ländliche Gegend ist es für viele das Highlight des Monats, das Durchschnittsalter der Damen liegt sicher bei 80 Jahren.
Jedenfalls ist das Interesse und die Neugier der Damen  richtig herzerwärmend , ich werde danach sicher davon berichten

Zum Abschluß bekommt ihr noch ein Foto, als Vorgeschmack auf den Frühling, Trotz Schnee und hagel lag gestern schon ein Hauch davon in der Luft.

Scilla mischtschenkoana
Unter unserer Buchenhecke blühen die ersten Zwiebeln.





Andrea




Sonntag, 30. Dezember 2012

Jahreswechsel

Ein letzter Post bevor das Jahr 2012 seinen Abschied nimmt, morgen komme ich sicher nicht dazu. Da ich überWeihnachten frei hatte steht der Sylvester/Neujahrsdienst schon in den Startlöchern. 
Nach gezählten sechs Jahren (gefühlt mindestens 15) habe ich die dienstfreien Weihnachtstage sehr genossen. Alle Kinder mit Anhang waren da, wer weiß ob das in Zukunft noch häufig so klappt, sie gründen ihre eigenen Familien und berufliche Verpflichtungen lassen da auch nicht immer genug Spielraum, das weiß ich selbst am Besten.

Aber was wir hatten, hatten wir und kann uns niemand nehmen. Viel gesabbelt, gegessen, gelacht, Freunde getroffen, Tee getrunken und, und, und...... und sehr oft die Spülmaschine ein und ausgeräumt.

Zum Jahreswechsel sollte man wohl Bilanz ziehen über das vergangene Jahr, aber das spare ich mir, 2012 hatte wie die meisten Jahre von allem etwas und damit sollte man zufrieden sein. Manchmal ist Mittelmaß das Beste was man bekommen kann.

Allerdings zeige ich euch noch ein paar fertige Werke. Ich habe bei Ravelry bei der Gruppe 12 für 2012 mitgemacht, ganz hat es nicht geklappt, aber ich bin zufrieden.


Auf dem Bild kann man ganz gut sehen wer oder was mich daran gehindert hat mehr Socken zu stricken.
Unser Gustav hat sich wunderbar entwickelt er wiegt jetzt 8,2 kg und ist 32 cm hoch, mit seinen 7 Monaten hat ihn die Pubertät im Moment in ihren Fängen. Eine echte Testosteronbombe wir hätten ihn auch RÜDIger nennen können.

 Wolle ist auch fertig gesponnen und verzwirnt worden, spanisches Schaf mit einem dünnen Mohairseidenfaden. 


Ein Tuch (Ecken und Kanten von Martina Behm) in Grüntönen für den Sohn des Hauses.
Die Farben hatte er sich selbst ausgesucht, Rhabarberblatt- und Heidekrauttopffärbungen auf Sockenwolle.

Alle Seifensieder wissen wie man sich freut, wenn die Seife tatsächlich von den Beschenkten auch genutzt wird und nicht ihr Leben als Dekoteil verschleudert.
Bei selbstgesponnerner und gefärbter Wolle ist es genauso, deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich die Bilder von den entstandenen Strickwaren bekam.


Vielen Dank, Susanne ♥
Oben eine Heidekrauttopfärbung, unten die "Blauen Jungs" mit Luvotex gefärbt

und eine Wärmflaschenhülle aus Polwarth, die wie man an den Wollknöllchen sieht viel benutzt wird. Eine meiner ersten Spinnabenteuer in einem Rest Färbeflotte Rosa gefärbt. Danke G ♥


Und was nehme ich mir jetzt vor für das Jahr 2013?
Das behalte ich jetzt für rmich, dann kann ich die Projekte ggf. im Laufe des Jahres anpassen. ;O)

Kommt alle heil und gesund ins NEUE JAHR, mögen alle eure realistischen Wünsche in Erfüllung gehen und ein paar unmögliche Träumereien dazu.



Andrea







Montag, 24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten


Ich wünsche Euch allen wunderbare Weihnachtstage, genau so wie Ihr sie am liebsten habt und das ist ja bekanntlich für jeden etwas anderes.

Bei uns sind die Heuschrecken Kinder schon eingefallen und kochen und brutzeln in der Küche. Gerade höre ich Schreie, wahrscheinlich gibt es küchentechnische Probleme.
Aber egal, Hauptsache wir sind alle beisammen. Gleich besuchen wir, wie seit 30 Jahren alte Freunde zu Kaffee, Tee und Keksen und später wartet der Kartoffelsalat und die Bescherung.
Leider (oder Gott sei Dank) haben wir in diesem Jahr keinen Hund der die zweite Stimme bei allen LIeder mit  jault singt. Da müssen wir allein fertig werden.
Mein Braten für morgen ist auch noch nicht im Ofen, der  ist noch von den Bäckerinnen belegt.
Aber nur nicht die Ruhe verlieren.....
In diesem Sinne siehe meine Wünsche oben und nach den Feiertagen treffen wir uns alle frisch und munter hier wieder.


Andrea


 


Sonntag, 2. Dezember 2012

Sind zwei schon eine Herde?

Seit ein paar Tegen wohnt neben dem Louet noch ein hübsches Eichen- Schippertje bei mir, Zweifädig ein ganz anderes Spinngefühl. Ich hoffe, nachdem ich bis auf die Strickereien alle Geschenke fertig habe, finde ich genug Zeit mich mit ihm (oder ihr, muss ich wohl noch klären) in aller Ruhe vertraut machen zu können.







Auf dem Schrank hinter den Rädern stehen meine Päckchen vom Adventskalenderwichteln im Seifenforum.
Heute durfte ich das erste Päckchen öffnen und bin reich beschenkt worden.


Sind die Tags und die Maschenmarkierer nicht klasse. Ich überlege die Maschenmarkierer als Ohrringe zeitweise zu zweckentfremden, die Pfoten darauf sind doch goldig.

Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag und eine ruhige Woche




Andrea